Im zweiten Block „Stadt“ im Rahmen des „Interaction Design I“ sollte eine stationäre Maßnahme im Stadtraum entwickelt werden, die die Kommunikation zwischen zwei Orten ermöglicht. Wie diese Distanz zwischen den Orten behandelt wird war freigestellt.
Wir wollten eine Möglichkeit schaffen, Senioren mit anderen Menschen zu verbinden, um so ihre Lebensqualität zu steigern und im Zuge dessen ihre (Lebens-) Erfahrungen zu konservieren.
Im Stadtraum werden mannshohe Displays aufgestellt, auf denen Senioren zu sehen sind, wie sie eine Geschichte aus ihrer Vergangenheit erzählen. Diese Geschichte soll eine gewisse Relevanz zu dem Ort haben, an dem diese Installation steht. Die Geschichten können über Kindheitserinnerungen, private Lebensereignisse, Kriegsgeschichten oder ähnliches berichten. Es ist uns wichtig diese vergänglichen Erfahrungsschätze und Erinnerungen zu konservieren und zu präsentieren.
Das Ziel ist es, interessierten Menschen die Möglichkeit zu geben, sich mit den Senioren in Verbindung zu setzen. Nachdem das Video abgespielt wurde, kann eine Videobotschaft aufgenommen werden, die dem entsprechenden Senioren bereitgestellt wird. Das können Anmerkungen, Grüße oder Fragen sein. Zudem wird eine Kontaktadresse genannt, sofern man den Senior besuchen möchte. Die hochgeladenen Videos werden natürlich durch eine zwischengeschaltete Kontrollinstanz auf Missbrauch überprüft, bevor sie zu dem Senioren gelangen.
Rendering des Displays Die Senioren werden auf einem transparenten Display gezeigt, wodurch Bild und Hintergrund verschmelzen. Es wirkt so, als stünde die Person vor einem selbst. Im Standfuß befinden sich Lautsprecher.
Für die Videobotschaften ist über dem Display eine Kamera montiert. Über einen Drucksensor in dem Standfuß wird erkannt, ob eine Person vor dem Display steht und eine Botschaft aufnehmen möchte.
Aufbau des Displays
Das Display im urbanen Raum
Eine Rezipient vor dem Display
Am Ende der Botschaft besteht die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme