Unbesehen ist ein interaktives Projection Mapping am Osnabrücker Rathaus, bei dem die Position der Besucher im Raum direkten Einfluss auf die visuelle Wirkung der Fassade nimmt.
Im Rahmen des European Media Art Festival (EMAF) wurde die Fassade des realen Osnabrücker Rathauses zur Projektionsfläche einer temporären Installation im öffentlichen Raum. Das Gebäude fungiert dabei nicht nur als architektonischer Träger, sondern auch als Symbol für politische Institutionen, Öffentlichkeit und demokratische Ordnung im Stadtraum.
Die Interaktion erfolgt ausschließlich über Bewegung und räumliche Distanz. Der eigene Schatten wird Teil der Projektion und legt sich zunehmend über die Architektur, wodurch das Gebäude visuell in den Hintergrund tritt. Die Installation übersetzt damit ein abstraktes Verhältnis – Nähe und Distanz zu Institutionen – in eine unmittelbar erfahrbare Situation.
Unbesehen formuliert so ein gesellschaftskritisches Statement über Wahrnehmung, Verantwortung und politische Entfremdung:Nicht die Institution verändert sich – sondern der Blick auf sie.
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